Mittwoch, 28. juli 2010 3 28 /07 /2010 18:08

Im Rahmen meiner Schatzsuche habe ich das verfallene Franziskaner-Kloster Kilcrea aufgesucht. Es liegt westlich von Cork, abseits der N22. Kilcrea bedeutet Zelle von Cere, Cera oder Cyra und soll nach der Heiligen Cyra benannt sein. 

 

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1465 gründete der Lord von Muskerry, Cormac Laidir MacCarthey das Kloster, das über Jahrzehnte unter dem Schutz der MacCartheys stand, bis es 1584 von britischen Truppen geplündert und gebrandschatzt wurde. Das Kloster wurde nicht wieder aufgebaut, wenngleich die Mönche bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts dort ausgehalten haben.

 

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Die Innenräume wurden und werden als Friedhof genutzt, eine Tatsache, die mir in Irland schon öfter aufgefallen ist; sobald eine kirchliche Anlage kein Dach mehr hat, werden dort Menschen ganz normal beerdigt. Entweder glaubt man, der Kirchenboden sei besonders geweiht und daher klappt es dann dort mit der Wiederauferstehung besser oder, was ich eher vermute, man wollte Platz sparen...

 

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Die Gräber der Lords MacCartheys sind übrigens nicht auszumachen, scheinbar haben die Briten auch da gründliche Arbeit geleistet.

 

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Auf jeden Fall sollte man sich diesen Ort der Ruhe antun, wenn man mal eine kurze Auszeit während der Irland-Reiserei einlegen möchte.

von Oliver - veröffentlicht in: Irlands verborgene Schätze...
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Montag, 26. juli 2010 1 26 /07 /2010 18:54

Es war mal wieder soweit, ich hatte "Fernweh"... ausserdem wollte ich noch eine Flagge des Countys Waterford erstehen und ein paar Caches (www.geocaches.com) in der Region finden. Es war streckenweise bewölkt, aber für irische Verhältnisse kontinental-sommerlich warm. Ich wollte mal wieder ans Meer, was von Cork aus gesehen nun wirklich kein Kunststück ist.

Den weiten Wegnach Waterford wollte ich nicht antreten, ausserdem bin ich da schon gewesen, also sollte es das ca. 76 Kilometer entfernte Dungarvan sein. Ich wurde mit Ebbe und Sonnenschein empfangen... und einen Parkplatz in der ersten Reihe am Wasser konnte ich auch ergattern... es war fast alles leer...

 

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Damit hatte ich 1/3 meines Tagesplanes erreicht, ich war angekommen. Dann ging es darum eine Flagge vom County zu erstehen, da ich so viele dieser Flaggen als Erinnerung sammel.

 

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Die Stadt hat einige alte Gebäude zu bieten...

 

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... und um dem Ganzen auch noch ne Burg aufzusetzen, hat die Stadt auch eine, die früher den Hafen bewachte. Der Hausherr, Johann Ohneland, hat sich jedoch vor langer Zeit ins Jenseits verabschiedet, aber man kümmert sich liebevoll um die Reste.

 

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Stichwort Hafen, um dessen Umgebung hat man sich wirklich gekümmert, der übliche Küsten-Kitsch ist dort zu finden...

 

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War streckenweise etwas zu sehr Ebbe für eine spontane Bootstour...

 

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... aber den kleinen Kerl hier hat es gefreut, der Tisch war gedeckt!

 

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Der Hafen wird mit einer alten Brücke angeschlossen... von aussen kommt der Atlantik, von innen der Fluss namens Colligan, der die Stadt teilt... immerhin, es ist nur Wasser, das hier Städte teilt...

 

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Schräg gegenüber hat sich die Stadt einen Park gegönnt, der auch das Thema Wasser wieder aufnimmt... auch wenn der Fluss gleich nebenan fliesst... 

 

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Nebenan gurgelt der Fluss, in der Ferne grüssen die irischen Hügel, vom Hafen kommt der typische Meeresgeruch und das bei etwas über 20 trockenen Grad... das klingt doch gut, oder?

Aber auch Dungarvan kommt natürlich nicht ohne Kirchen aus...

 

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Mich trieb es dann auch etwas weiter... wie gesagt, ich hatte drei Ziele, ankommen und Flagge kaufen waren abgehakt, jetzt ging es um die Caches, ein Versteckt führte mich zum ehemaligen Bahngelände der Stadt, von dem allerdings nichts mehr zu sehen ist... das hatte es mit den Caches gemein...

 

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Eigentlich eine schöne Ecke östlich der Stadt, wenn das nicht wäre...

 

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Umweltschutz haben die Iren nicht gelernt, mit dem Keltischen Tiger haben es scheinbar viele über den Kopf bekommen und behandeln ihre schöne Insel wie eine Müllhalde...

von Oliver - veröffentlicht in: Ausflüge
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Dienstag, 20. juli 2010 2 20 /07 /2010 18:03

... naja, das ist vielleicht etwas übertrieben. Heute fand das jährliche Badevergnügen statt. Die Schwimmstrecke erstreckte sich vom Nordwesten des nördlichen Lee-Arms über den (Yacht)-Hafen Corks im Westen der Innenstadt-Insel und ging dann noch ein kurzes Stück gegen den Strom im südlichen Arm des Stadt-Flusses.

 

Die Ankündigung war weithin sichtbar.

 

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Dieses Transparent hing sowohl im Süden, wie im Norden an einer Brücke... soll also keiner sagen können, er / sie hätte es nicht gesehen!

Die Brücken waren daher auch relativ voll, es gab mehr Helferlein als Schwimmer... 

 

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... und dann kamen sie, begleitet von Helfern in Kajaks und Schlauchbooten. 

 

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Schon auf dem Nordarm hatte sich das Feld der Schwimmer weit auseinander gezogen...

 

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Die Angehörigen der Schwimmer liefen immer mit und brüllten zwischendurch Anfeuerungsrufe, die die Schwimmer im Wasser garantiert nicht gehört haben... Gruss an die Dame, die mich permanent mit "Go, Rachel, go!" nervte! Rachel hat Dich im Wasser NICHT gehört!!!

 

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Auf der Zielgeraden wurde es denn dann auch wieder... nicht spannend, denn der Führende im Nordarm hatte die Führung auch nicht mehr abgegeben...

 

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Die Massen der Zuschauer waren im Zielbereich versammelt...

 

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... und dort wurde abgeklatscht.

 

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... und auch Borat ist mitgeschwommen, jawohl, arschbackenblank... glaubt mir wieder keiner... hier ist der Beweis:

 

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Da guckten sogar die Touris aus den Stadtrundfahrt-Bussen.

 

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Der Tag war gelungen, würde ich sagen, es hat nicht geregnet, es ist warm, die City war voll mit Iren und Touris, dann gab es fast unbemerkt auch noch das...

 

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von Oliver - veröffentlicht in: Cork
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Samstag, 17. juli 2010 6 17 /07 /2010 22:26

Ich wunderte mich vor kurzen noch, warum die Baumaschinen am östlichen Ende von Corks Innenstadtinsel sehr lange Stahlpfeiler in den Boden des kanalisierten Lee trieben...

 

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Ja, liebe Leser, man mag es kaum glauben, die Weltstadt Cork verfügt jetzt über einen eigenen Jachthafen!!! Gut, man kann ihn zugegebenermaßen leicht übersehen, aber es gibt ihn tatsächlich! Hier ist der Beweis:

 

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Wie, Ihr habt ihn nicht richtig gesehen?! Gut, dann zeige ich ihn nochmal in seiner ganzen Pracht und Schönheit!

 

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Wer will da mit seinem Clipper noch nach Monte Carlo...

von Oliver - veröffentlicht in: Cork
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Donnerstag, 15. juli 2010 4 15 /07 /2010 19:01

Der Lee, der im Westen des County Corks seinen Ursprung hat und sich im weiteren Verlauf mit anderen kleineren Flüssen zu einem wahren Fluss entwickelt, findet östlich der Stadt Cork dann den Zufluss zum Atlantik. Der Fluss umgibt die Innenstadt Corks. Unterwegs liefert er anhand der Strömung mit Hilfe von Generatoren auch noch Strom. Die Gezeiten sind in der Stadt Cork aufgrund des Wasserstandes des Lee sehr gut zu erkennen.

 

Der Lee verläuft mit seinem südlichen Durchlauf direkt vor meiner Haustür...

 

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Blick von meinem Wohnzimmer auf den Lee Richtung Westen, bei den Lichtmasten beginnt die "Grand Parade"

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Hier ist der Lee nicht ganz so voll...

 

Wenn man auf die andere Seite schaut, ist eine Fußgängerbrücke zu sehen, das macht auch noch keine Angst...

 

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Wenn man jedoch sieht, wie sich die Wasserkante zu der Brücke bei der ganz normalen Flut verhält, dann stellt man schon mal Berechnungen an...

 

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Da wirkt das Schild in der Mitte der Brücke wie ein Witz...

 

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Nur mal so zum Vergleich, wenn Ebbe herrscht...

 

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Im Hintergrund das Corker Rathaus.

Ende November / Anfang Dezember 2009 wurde die Corker Innenstadt überflutet, nachdem oberhalb von Cork die Schleusen von Rückhaltebecken aufgrund des Drucks geöffnet werden mussten, diese Welle traf auf die von der natürlichen Flut gefüllten Kanäle in Cork, das Ende war... blubb! Mit den Folgen hat Cork heute noch zu tun, es war die schlimmste Überflutung seit 800 Jahren. Wir sitzen zwar bequem im 4. und 5. Stock, aber mein Auto steht auf der anderen Seite des Flusses in einer Tiefgarage... aber bis November ist es ja noch etwas Zeit... 

von Oliver - veröffentlicht in: Cork
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Mein Tagebuch aus Irland

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Literatur

Hierbei empfehle ich nur Bücher und Internetseiten über Irland, die ich selber gelesen habe:

J.C. Beckett: Geschichte Irlands, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1997
Ralph-R. Braun: Irland, Michael Müller Verlag, Erlangen 2009 (Reiseführer)

Interessante Blogs zu Irland

http://irland-erleben.blogspot.com/

http://www.geocaching.com/ Die Schatzsucher-Seite auch für Irland

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