Irland und die USA
Die "Große Hungersnot" (An Gorta Mór) zwischen 1845 und 1851 war die Folge mehrerer Kartoffel-Mißernten, durch die das damalige Hauptnahrungsmittel der armen Bevölkerung Irlands vernichtet wurde, und der sozialen und politischen Verhältnisse.
Die Hungersnot hatte verheerende Folgen für Irland, führte zum Tod von schätzungsweise 500.000 bis einer Million Iren und zur Auswanderung einer weiteren Million, in erster Linie nach Australien und Amerika. Man kann sarkastischerweise sagen, dass sich Irland im wahrsten Sinne des Wortes bevölkerungstechnisch gesundschrumpfte. Der Unmut mit dem Vereingten Königreich hatte sich ebenfalls gesteigert, da London nicht fähig war, der Hungersnot etwas entgegen zu setzen.
Im Gegenzug dazu nahmen die Iren, die nach Kanada und in die USA auswanderten, ihre Antipathie gegen das Vereinte Königreich mit, was der jungen Nation Vereinigte Staaten von Amerika natürlich sehr entgegen kam. Die ausgewanderten Iren haben in der jungen Nation jenseits des Atlantiks ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt. Das ist normal, wenn sich viele Leute auf einem kleinen Flecken Erde (Irland) aufhalten, lernt man sich zwangsläufig irgendwann besser kennen, vor allem, wenn man das gleiche Elend mitgemacht hat. So haben die Iren ihren Einfluß bis heute in der Wirtschaft und der Politik der USA bewahrt. Der St. Patricks Day wird so auch in den USA am 17. März von den Iren begangen und der ein oder andere Fluß für ein paar Stunden grün gefärbt.
So ist das Verhältnis zwischen Irland und den USA nach wie vor sehr gut, denn schliesslich kommen auch die Vorfahren der amerikanischen politischen "Royal Family" Kennedy aus Irland.
Die Gruppe "The Dubliners", die inoffiziellen musikalischen Botschafter Irlands, haben diesem Verhältnis ein musikalisches Denkmal gesetzt; My love is in Amerika (youtube: http://www.youtube.com/watch?v=aVMlJWMxhRU )

Wenn das kein Beweis des besonderen Verhältnisses zwischen Irland und den USA ist; einer der selten gewordenen DeLoreans steht ausgerechnet auf der kleinen Insel Irland mitten in Cork vor einem Club.
Back to the future, baby!