Ein Besuch in... Youghal
Wenn man mal die Schnauze voll hat von Cork, aber dennoch Zeit an der Südküste Irlands in einer "größeren" Stadt verbringen möchte, dann kann ich Youghal nur empfehlen. Diese Stadt ist zwar sicherlich keine "Großstadt" wie Cork, ist für einen Tagesausflug durchaus geeignet.
Youghal ist zudem sehr geschichtsträchtig. "Seit dem 9. Jahrhundert gibt es eine Siedlung der Wikinger, die den Platz als Ausgangspunkt für ihre Plünderungen an der Südküste Irlands nutzten. Im Jahre 864 wurde die Wikingersiedlung vom Deisi Clan zerstört. Youghal war seit dem 9. Jahrhundert mit Lismore durch eine Straße verbunden. 1173 fand an der Mündung des Blackwater eine Seeschlacht statt, wo eine Flotte von Iren und Wikingern von Anglo-Normannen besiegt wurde, die mit dem gestohlenen Schatz von Lismore nach Waterford unterwegs waren. Youghal bekam im Jahre 1209 die Stadtrechte. Im Jahre 1579 wurde die Stadt vom Earl of Desmond niedergebrannt. Königin Elisabeth I. schenkte sie Sir Walter Raleigh, der Youghal später an Richard Boyle den 1. Earl of Cork verkaufte. Sie wurde 1645 von Lord Castlehaven belagert und besetzt. Oliver Cromwell machte sie zum Hauptquartier seiner Irlandinvasion."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Youghal
Man befindet sich also in einer sehr geschichtsträchtigen Stadt, wie eben im ganzen Freiluftmuseum namens Irland. Selbst an einem regnerischen Tag hat ein Spaziergang auf dem Strand direkt an der Stadt seinen Reiz, sofern man bei Flut immer den nächsten Aufgang zur Strasse im Auge hat, um nasse Füsse vermeiden zu können.
Für die große Seefahrt ist der Hafen von Youghal vollkommen bedeutungslos, aber dennoch hat man einen Leuchtturm an dem Mündungsufer des Flusses Blackwater, der hier in den Atlantik strömt.

Youghal war so schlau und hat sich für den Tourismus wirklich schön in Szene gesetzt, man kann dem historischen Pfad durch das ganze Stadtgebiet folgen und an jeder wichtigen Stelle steht eine Säule, die über das Gebäude informiert... und Pubs zum Ausruhen sind sowieso überall.
Das sicherlich bedeutendste Bauwerk ist, wer hätte es nicht geahnt, eine Kirche. Von außen wirkt sie abweisend wie ein riesiger verwitterter Felsblock, aber von innen strahlt sie eine Wärme und eine gewisse Gemütlichkeit aus. In ihr befindet sich das Grab von Richard Boyle, dem 1. Earl of Cork.


Youghal hatte eine Stadtmauer, von der heute noch gut erhaltene Reste vorhanden sind.

Da keine Gefahr mehr von aussen besteht, hat sich die Stadt längst über diese Grenzen hinaus ausgebreitet. Ein Stadttor "The Clock Gate", das jetzt mitten in der Stadt liegt, war sogar mal ein Gefängnis... entweder gab es nicht mehr Straftäter in der Zeit oder... wir wollen nicht wissen, was mit den Anderen passiert ist!
Wer meint, die Iren seien irre, weil mitten in der Stadt ein Haus im holländischen Stil des 17. bzw. 18. Jahrhunderts steht, dem kann ich sagen, nein, es waren nicht die irren Iren, sondern ein niederländischer Kaufmann mit Heimweh, der das Haus errichten liess.

Wie auch anderen Orts gibt es auch in Youghal die Restes eines Wehrturms, "Tyntes' Castle", von dem bedauerlicherweise nicht mehr viel zu sehen ist.

Ich kann allen, die an moderner amerikanischer Geschichte interessiert sind, noch etwas zu einem berühmten Hotel in den USA sagen, dessen Name mit Richard "The big Dick" Nixon auf ewig in Verbindung stehen wird; Watergate.
Ich habe das "Watergate" in Youghal gefunden! Ja, Freunde, glaubt es mir, das Ding heisst wirklich so.
Die Kanonen, die früher der Verteidigung der Stadt dienten, stehen jetzt vor Youghals Stadthalle... ob man eigentlich gar keine zahlenden Gäste haben will?!

Erwähnung sollte auch noch das erste Haus am Platze finden, weil es einfach schön ist und einen fantastischen Blick auf die Bucht und den Atlantik bietet.
Youghal ist zudem sehr geschichtsträchtig. "Seit dem 9. Jahrhundert gibt es eine Siedlung der Wikinger, die den Platz als Ausgangspunkt für ihre Plünderungen an der Südküste Irlands nutzten. Im Jahre 864 wurde die Wikingersiedlung vom Deisi Clan zerstört. Youghal war seit dem 9. Jahrhundert mit Lismore durch eine Straße verbunden. 1173 fand an der Mündung des Blackwater eine Seeschlacht statt, wo eine Flotte von Iren und Wikingern von Anglo-Normannen besiegt wurde, die mit dem gestohlenen Schatz von Lismore nach Waterford unterwegs waren. Youghal bekam im Jahre 1209 die Stadtrechte. Im Jahre 1579 wurde die Stadt vom Earl of Desmond niedergebrannt. Königin Elisabeth I. schenkte sie Sir Walter Raleigh, der Youghal später an Richard Boyle den 1. Earl of Cork verkaufte. Sie wurde 1645 von Lord Castlehaven belagert und besetzt. Oliver Cromwell machte sie zum Hauptquartier seiner Irlandinvasion."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Youghal
Man befindet sich also in einer sehr geschichtsträchtigen Stadt, wie eben im ganzen Freiluftmuseum namens Irland. Selbst an einem regnerischen Tag hat ein Spaziergang auf dem Strand direkt an der Stadt seinen Reiz, sofern man bei Flut immer den nächsten Aufgang zur Strasse im Auge hat, um nasse Füsse vermeiden zu können.
Für die große Seefahrt ist der Hafen von Youghal vollkommen bedeutungslos, aber dennoch hat man einen Leuchtturm an dem Mündungsufer des Flusses Blackwater, der hier in den Atlantik strömt.

Youghal war so schlau und hat sich für den Tourismus wirklich schön in Szene gesetzt, man kann dem historischen Pfad durch das ganze Stadtgebiet folgen und an jeder wichtigen Stelle steht eine Säule, die über das Gebäude informiert... und Pubs zum Ausruhen sind sowieso überall.
Das sicherlich bedeutendste Bauwerk ist, wer hätte es nicht geahnt, eine Kirche. Von außen wirkt sie abweisend wie ein riesiger verwitterter Felsblock, aber von innen strahlt sie eine Wärme und eine gewisse Gemütlichkeit aus. In ihr befindet sich das Grab von Richard Boyle, dem 1. Earl of Cork.


Youghal hatte eine Stadtmauer, von der heute noch gut erhaltene Reste vorhanden sind.

Da keine Gefahr mehr von aussen besteht, hat sich die Stadt längst über diese Grenzen hinaus ausgebreitet. Ein Stadttor "The Clock Gate", das jetzt mitten in der Stadt liegt, war sogar mal ein Gefängnis... entweder gab es nicht mehr Straftäter in der Zeit oder... wir wollen nicht wissen, was mit den Anderen passiert ist!
Wer meint, die Iren seien irre, weil mitten in der Stadt ein Haus im holländischen Stil des 17. bzw. 18. Jahrhunderts steht, dem kann ich sagen, nein, es waren nicht die irren Iren, sondern ein niederländischer Kaufmann mit Heimweh, der das Haus errichten liess.

Wie auch anderen Orts gibt es auch in Youghal die Restes eines Wehrturms, "Tyntes' Castle", von dem bedauerlicherweise nicht mehr viel zu sehen ist.

Ich kann allen, die an moderner amerikanischer Geschichte interessiert sind, noch etwas zu einem berühmten Hotel in den USA sagen, dessen Name mit Richard "The big Dick" Nixon auf ewig in Verbindung stehen wird; Watergate.
Ich habe das "Watergate" in Youghal gefunden! Ja, Freunde, glaubt es mir, das Ding heisst wirklich so.
Die Kanonen, die früher der Verteidigung der Stadt dienten, stehen jetzt vor Youghals Stadthalle... ob man eigentlich gar keine zahlenden Gäste haben will?!

Erwähnung sollte auch noch das erste Haus am Platze finden, weil es einfach schön ist und einen fantastischen Blick auf die Bucht und den Atlantik bietet.
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