Es darf demonstriert werden...
Ja, auch in Cork bleibt eine Demo mal nicht aus. Es geht dabei nicht immer nur um lokale Angelegenheiten, nein, Cork beschäftigt sich auch mit internationalen Belangen, nur dass sich die Welt nicht wirklich dafür interessiert, wenn beispielsweise ca. 30 bis 50 Leute dafür demonstrieren, dass Irland den Handel mit Israel einstellen soll.
Am Samstag Abend, als alle Geschäfte in der Innenstadt geschlossen und das Corker Partyleben noch nicht eröffnet war, sprich, in der Zeit, in der die Corker Innenstadt so gut wie leer ist, demonstrierte die übliche Anzahl von 30 - 50 Leute gegen die Inhaftierung des Fischers Pat O'Donnell. Mr O'Donnell war Fischer im County Mayo und fand es wohl nicht so komisch, als in dem Bereich, in dem er zu fischen pflegte, die Firma Shell anfing nach Öl und Gas zu bohren. Laut des Blogs von Craig Murray (link) hatte Pat im Jahr 2009 gegen die Firma Shell protestiert, da angeblich deren Arbeiten vor Ort Risiken für Natur und Menschen mitbrächten. Scheinbar kam es dabei zu Handgreiflichkeiten mit der Garda. Nebenbei wurde, laut Aussage des Blogs sein Boot von maskierten Männern versenkt.
Die niedliche kleine und fast unbemerkte Demo für die Freilassung Pat O'Donnells wurde von zwei Dudelsack-Spielern angeführt, wahrscheinlich, damit überhaupt jemand auf die Demonstranten aufmerksam wurde.
An dieser Aktion beteiligten sich ein paar irisches bzw. lokale Organisationen...
... und so schnell sie gekommen waren, waren sie auch wieder verschwunden...
Weiteres zu dem Thema:
http://www.shelltosea.com/