Irland, Deine Strände

Veröffentlicht auf von Oliver

Irland hat im eigentlichen Sinne keine Strände, wie man sie von der Nord- oder Ostsee kennt. Es sind mehr kleine Buchten, zu denen meist enge Strassen führen. An einigen dieser Buchten kann man sogar etwas wellenreiten oder mit dem Bodyboard über das Wasser gleiten.

Da der Durchschnittsire eher kleine Unterkünfte bewohnt (ich berichtete) und durch das durchwachsene Wetter eher Schutz vor dem nassen Element sucht, nutzt er natürlich bei warmen Temperaturen (also bis um die 20 Grad Celsius) oder gar Sonne jede freie Sekunde, um sie unter freiem Himmel zu verbringen. Wenn er sich nicht gerade um Haus und Hof kümmern muss, bevölkert er die Strassen der Orte (ein Guinness im Freien schmeckt schließlich auch!) oder packt sich mitsammt Freunden oder Verwandten in seine Nuckelpinne, um ans Meer zu gurken. Da auf dem Weg dorthin garantiert mehrere Pubs sehr einladend wirken, findet man selbst meistens noch einen Parkplatz für den dann inzwischen vollkommen überhitzten Blechschimmel. Sobald man sich vollgeschwitzt aus dem Autositzt geschält hat, steht man erstmal in dem für Irland typischen frischen Lüftchen, guckt sich um und wundert sich, dass die Strandbuchten nicht überlaufen sind. Das kann daran liegen, dass man sich selbst erstmal bis zum Strand durchfragen musste. Es würde mich daher nicht wundern, wenn einige dabei schon aufgeben und den vielbesungenen Pub aus lauter Frust ansteuern... das Nass dort ist wenigstens trinkbar...

Wenn man es doch an den Strand geschafft hat, sucht man sich ein schönes Eckchen aus und schon ist es wie überall in Europa (Deutschland ausgenommen, der Ire neigt nicht zum Bauen von Strand-Umzäunungen); Kinder spielen, essen, schwimmen oder plärren, Mutti reibt sich und den Rest der Mischpoke zum hundersten Mal mit Sonnenmilch ein, der Vater schläft, liest und guckt den vereinzelten Strandschönheiten auffällig unauffällig hinterher, die Hunde liefern sich Wettrennen, schnüffeln, pieseln auf die kleinen Sandburgen und hoffen auf Futterspenden, die Surfer juckeln über die halbhohen Wellen...

... und dann kam doch noch das typisch Irische... auch an den Stränden ist man vor den quietschbunten, die ewig gleiche Melodie spielenden Süßigkeiten-Transportern nicht sicher! Man möchte den Fahrer, der sicherlich ein netter Mensch ist, am liebsten mit Sandkuchen füttern und ihm einen Pint Meerwasser einflößen...

Man mag es glauben oder nicht, auch in Irland kann man einen Sonnenbrand bekommen...
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Veröffentlicht in Ausflüge

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